Qualitätsmerkmale hochwertiger Multivitaminpräparate

   

      
Ein gutes Multivitaminpräparat ist das essenzielle Fundament jeder guten Ernährungstherapie. Allerdings variiert die Qualität der verschiedenen auf dem Markt befindlichen Multivitaminpräparate stark. Ärzte und Therapeuten haben die wichtige Aufgabe, ihre Klienten zu informieren und bei der Auswahl eines qualitativ hochwertigen Multivitaminpräparats zu beraten. Wenn Sie auf den folgenden Link klicken, finden Sie weiteres Wissenswertes zu allen wichtigen Eigenschaften, sodass Sie anschließend eine gut informierte Wahl treffen können. 

Natürliche oder synthetische Vitamine?
Der Ursprung von Vitaminen ist bei denjenigen Vitaminen wichtig, bei denen sich die natürlichen von den synthetischen Formen unterscheiden. Nur eine der Formen „passt“ wie ein Schlüssel zur Biochemie dieses Vitamins, während die anderen Formen nicht die Wirkung des Vitamins besitzen und sogar verantwortlich für unerwünschte Nebenwirkungen sein können. Vitamin E ist ein Beispiel für ein Vitamin, bei dem es wichtig ist, die natürliche Form zu verwenden.

Unterstützende Stoffe
In der Natur kommen Vitamine niemals isoliert vor, sondern immer in einem Komplex. So wird zum Beispiel Vitamin C besser in Kombination mit Bioflavonoiden aufgenommen, Substanzen, die in der Natur ohnehin immer zusammen mit Vitamin C auftreten. Dies gilt auch für die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B12, Folsäure und Biotin. Die unterstützenden Stoffe, die für eine bessere Wirkung und Aufnehmbarkeit der B-Vitamine sorgen, sind PABA, Inositol und Cholin.

Mineralstoffe
Es ist sehr wichtig, dass ein Multivitaminpräparat das volle Spektrum an essenziellen Mineralstoffen bietet. In vielen Multivitaminpräparaten fehlen oft einer oder mehrere der folgenden Nährstoffe: Selen, Chrom, Bor, Molybdän, Jod, Mangan und Kupfer. Umgekehrt ist es nicht wünschenswert, in einem Multivitaminpräparat Phosphor, Fluor und Natrium zu verwenden. Dies sind zwar wichtige Mineralstoffe, aber sie finden sich bereits ausreichend in unserer Nahrung. Weiterhin ist es wichtig, dass ein Multipräparat auch weniger bekannte Mineralstoffe wie Schwefel (MSM) und Silizium enthält. 

Mineralstoffbindung und -aufnahme
Die chemische Form, in der ein Mineralstoff vorliegt, bestimmt weitgehend, in welchem Maß er in den Körper aufgenommen wird. Anorganisch gebundene Mineralstoffe wie zum Beispiel Oxide, Phosphate, Chloride und Hydroxide werden schlecht aufgenommen. Organisch gebundene Mineralstoffe wie zum Beispiel Citrate, Orotate, Fumarate, Gluconate und Aminosäurenchelate werden hingegen im Allgemeinen gut aufgenommen. 

Hilfsstoffe, Zusatzstoffe, Allergene
Um Tabletten zu pressen oder Kapseln zu füllen, werden Hilfsstoffe verwendet. Ein gutes Multivitaminpräparat enthält so wenig wie möglich Hilfsstoffe. Außerdem ist es wichtig, dass das Präparat frei von häufig vorkommenden Allergenen wie Mais, Soja, Hefe, Gluten, Laktose, bestimmten Konservierungsstoffen und bestimmten synthetischen Farben, Aromen und Düften ist. Dies erhöht deutlich die Verwendbarkeit in Ihrer Praxis. 

Dosierung
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Dosierung. Gute Multivitaminpräparate enthalten Dosierungen von Vitaminen, die manchmal weit über die empfohlenen täglichen Mengen hinausgehen. Dies trifft besonders auf wasserlösliche Vitamine zu. Manchmal, wie beim Vitamin B12, liegt dies an der schlechten Aufnahme. Oft ist es auch erforderlich, einen erhöhten Vitaminbedarf aufgrund von Stress, Krankheit und Umweltverschmutzung durch höhere Dosierungen auszugleichen. Eine wichtige Erkenntnis der Ernährungsmedizin besteht darin, dass mit hochdosierten Nährstoffen in manchen Fällen Wirkungen erreicht werden können, die über die Nahrung alleine nicht erreicht werden können, wie zum Beispiel die Senkung des Homocysteinspiegels durch hohe Dosen von Vitamin B6, B12 und Folsäure.

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